Do., 30.01.2020,
In Plochingen, Stadthalle (Hermannstraße 25, 73207 Plochingen)
Anmeldung erwünscht bis 29. Januar 2020
Tel.: 07 11 / 225 85-25 (Frau Münch), E-Mail: wandern@schwaebischer-albverein.de
Die Alpen sind eine der spektakulärsten Regionen Europas.
Aus kulturwissenschaftlicher Sicht ist der alpine Raum geprägt von Gegensätzen: Er bildet einerseits eine mächtige Barriere zwischen Nord und Süd, dient jedoch andererseits auch als wichtige Kontaktzone zwischen der mitteleuropäischen und der mediterranen Welt. In abgeschiedenen Tälern haben sich kaum veränderte Zeugnisse früherer Kulturstufen erhalten, in felsigen Extremlagen liefern gigantische Tunnelprojekte und Kraftwerks-verbünde Paradebeispiele für Fortschritt und Hochtechnologie.
Während die Alpensüdseite eine Jahrtausende alte Siedlungsgeschichte repräsentiert, ist die Besiedelung der Alpennordseite sehr viel jünger. Bei diesem Vortrag wird auch deutlich werden, in welchem Maße die Alpen als Extremregion, aber auch Mittelgebirgs-landschaften wie die Schwäbische Alb von den jeweiligen Lebens-, Wirtschafts- und Kulturformen verschiedenster Epochen geprägt sind. Ganz besonders dieser Aspekt der Einwirkung des Menschen auf geographische Räume bildet den roten Faden des Vortrags.
Werner Mezger, bekannt durch zahlreiche Buchveröffentlichungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen, ist Professor für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Freiburg i. Br. und Direktor des Freiburger Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE). Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Untersuchung der Kulturkontakte und Kulturkonflikte zwischen verschiedenen Regionen Europas.
