Eisenbahn: die nicht realisierte Verlängerung der Teckbahn nach Böhringen (schwer)

So., 15.03.2026,

Eisenbahnwanderung ohne Eisenbahn

Am 15. März 2026 findet eine historische Wanderung auf einer Strecke statt, wo heute eine Eisenbahn-Bergstrecke zu bewundern wäre, hätte die deutsche Geschichte einen anderen Verlauf genommen. Die Rede ist von der Verlängerung der Strecke Kirchheim – Oberlenningen, die eine Durchfahrt bis nach Ulm möglich gemacht hätte. Streckenplanung und Wirtschaftlichkeitsberechnung waren bis ins Detail fertiggestellt. Dann kam der Erste Weltkrieg, der andere Ressourcen in Anspruch nahm, und nach dem Krieg war wegen der hohen Reparationsforderungen der Siegermächte kein Geld mehr da für diese Bahn.

Mit sieben Tunneln und vier Viadukten war es möglich, daß der Zug den Albaufstieg von Gutenberg nach Böhringen in gleichmäßiger Steigung bewältigt. Die damaligen Planungen erlauben es, den Streckenverlauf wandernd nachzuvollziehen. Unterwegs ist die Fantasie der Teilnehmer gefragt, wenn es darum geht, sich vorzustellen, an welcher Stelle der Zug in den Berg hineingefahren und an welcher Stelle er wieder ans Tageslicht gekommen wäre.

Die Wanderung führt von Gutenberg kommend zunächst in das Donntal hinein und auf der gegenüberliegenden Talseite wieder heraus. Zu Fuß muß ein weiterer Weg zurückgelegt werden als es der Eisenbahn möglich gewesen wäre, denn diese hätte das Tal auf einem Viadukt zwischen zwei Tunneln auf einem viel kürzeren Weg überquert. Oberhalb von Schlattstall führt der Wanderweg wieder ins Tal und auf der Gegenseite wieder heraus, die imaginäre Eisenbahn inzwischen etliche Meter über den Köpfen der Wanderer, bis an der Großen Schrecke schließlich die Albhochfläche erreicht wird. Der weitere Weg führt über Böhringen und das Donntal zurück nach Gutenberg. In Böhringen ist gegen 14:30 Uhr eine späte Mittagseinkehr vorgesehen.

Wie immer gilt: Witterungsbedingt ist eine Änderung der Wanderung oder einzelner Streckenabschnitte möglich! Solide Schuhe mit einem guten Profil sowie Getränke sind zwingend erforderlich, Stöcke sind zu empfehlen, je nach Gewohnheit auch ein kleines Vesper. Der steile Aufstieg bei der großen Schrecke verlangt Trittsicherheit. Die Strecke hat eine Länge von 19 km bei 490 Höhenmetern. Sie ist damit als „schwer“ zu qualifizieren.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen bis spätestens 7. März unter der Telefonnummer 0160-96855327 oder bei luebke-kirchheim@web.de. Treffpunkt an der Konrad-Widerholt-Halle (Armbruststr. 30) zur Bildung von Fahrgemeinschaften ist um 8.30 Uhr.

Gäste sind herzlich willkommen!

 

Uhrzeit:
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