Mindestens so spannend wie (eingestürzte) Höhlen, Höllenlöcher und Vulkanschlote sind die Spuren der 3.000 jährigen Siedlungsgeschichte auf der Vorderen Alb. Diese standen im Mittelpunkt unserer 21km langen Wanderung entlang des Heidengrabens am Sonntag, 16.8. 2020.
Morgens um 8 Uhr starteten 17 Wanderfreund*innen aus Kirchheim und benachbarten Ortsgruppen und sogar drei Gaildorfer*innen waren dabei.
Unsere Zeitreise ging von frühkeltischen Hügelgräben, über die Befestigungslinien und alle Tore des spätkeltischen Heidengrabens mit dem Siedlungsgebiet „Elsachstadt“, dem Bevölkerungsumbruch in den Albdörfern nach Pest und 30-jährigem Krieg, der Industriegeschichte im Lenninger Tal, der Nachkriegszeit mit Passierscheinkontrolle an der ehemaligen französisch-amerikanischen Zonengrenze bis zur Gründung des jüngsten Lenninger Ortsteils Hochwang Anfang der 1950-er Jahre.
Obwohl es so viel zu berichten gab, blieb genug Zeit für eindrucksvolle Weitblicke entlang des Albtraufs und einen Abstecher zur Falkensteiner Höhle. Diesen landschaftlichen Highlights kann man „da oben“ einfach nicht entgehen.
Harald Lübke
Beim Heidengrabentor in Erkenbrechtsweiler

steile Wege bei der Falkensteiner Höhle



Eine Näherin aus Erkenbrechtsweiler wird auf dem Weg zur Arbeit in Hülben an der Zonengrenze kontrolliert und zeigt ihren Passierschein.
